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Smarter Leichtbau in Paris

11.02.2015
- KraussMaffei zeigt auf der JEC Composites Show zukunftsweisende Composites-Lösungen
- FiberForm erobert neben dem Fahrzeugbau auch die Sportindustrie
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(München , 11. Februar 2015) Ausgefeilte Maschinen- und Werkzeugtechnik, großserientaugliche Verfahren und zukunftsweisender Leichtbau: Auf der JEC Composites Show vom 10. bis 12. März (Halle 7.2, Stand S 29) in Paris präsentiert KraussMaffei intelligente Lösungen für die Herstellung faserverstärkter Kunststoffbauteile (FVK). Dank der übergreifenden Kompetenzen in den Bereichen Spritzgieß- und Reaktionstechnik bietet KraussMaffei als einer der wenigen Anbieter am Markt Technologien und Systeme für die Verarbeitung thermoplastischer und duroplastischer Matrixsysteme aus einer Hand.

„Unser Know-how demonstrieren wir auf der JEC mit zahlreichen aktuellen Anwendungsbeispielen. Damit belegen wir, dass wir unseren Kunden für alle entsprechenden Bauteilanforderungen das richtige Verfahren zur optimierten Herstellung bieten“, betont Erich Fries, Leiter der Business Unit Composites/Surfaces bei KraussMaffei. Die Technologien decken die gesamten Branchen von der Automobil-, der Transport- und Luftfahrt-, der Bau- und Windkraft- bis hin zur Sport- und Freizeitindustrie ab. „Der Markt für Composites entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch. Auf der JEC erwarten wir wichtige Impulse“, so Fries.

Perfekt für große PUR-Composites

Großflächige Bauteile mit exzellenten sofort lackierfähigen Oberflächen für Lkw und Landmaschinen lassen sich beispielsweise mit dem LFI (Long-Fiber-Injection)-Verfahren in Kombination mit dem R-RIM-Verfahren (Reinforced Reaction Injection Moulding) herstellen. „R-RIM ist das einzige Verfahren für Polyurethan-Faserverbundanwendungen, bei dem das Verstärkungsmaterial direkt in einer Komponente enthalten ist. Es zeichnet sich durch einen hohen Automatisierungsgrad und damit kurze Zykluszeiten aus“, so Fries. Die niedrigen Viskositäten der Komponenten erlauben die Fertigung komplexer, dünnwandiger großflächiger Bauteile. Sie zeichnen sich durch eine hohe Temperaturfestigkeit und eine exzellente Schlagzähigkeit aus und verfügen bereits über lackierfähige Oberflächen. Auf der JEC zeigt KraussMaffei einen Kotflügel für Landmaschinen des Kunden Parat.

Funktionsintegration leicht gemacht mit FiberForm

Das von KraussMaffei entwickelte FiberForm-Verfahren kombiniert das Thermoformen von Organoblechen und Spritzgießen in einem Prozess. Dadurch lässt sich das Festigkeitsniveau faserverstärkter Kunststoffbauteile weiter anheben. Dank des vollautomatisierten Prozesses sind kurze Zykluszeiten von unter 60 Sekunden und damit großserientaugliche Prozesse möglich. Bislang wurde FiberForm überwiegend in der Automobilindustrie angewandt. In Serie entstehen hier zum Beispiel Sitzschalen und –lehnen. Ob Versteifungen durch Rippen, geformte Öffnungen mit verstärktem Rand oder komplexe Geometrien – im FiberForm-Verfahren lässt sich vieles herstellen, das als Blechteil kaum oder gar nicht darstellbar wäre, und das in nur einem Prozess. Auf der JEC zeigt KraussMaffei den zusammen mit den Partnern Audi, Lanxess und Christian Karl Siebenwurst entwickelten Infotainment-Halter für Audi. Im Vergleich zu einem traditionellen Soundhalter aus Stahl ist die FiberForm-Variante fast um die Hälfte leichter, bietet Vorteile bei der Montage und die Integration zusätzlicher Funktionen.

Doch das Leistungsspektrum von FiberForm begrenzt sich mittlerweile längst nicht nur auf Anwendungen im Fahrzeugbau: Jüngstes Beispiel, das auch in Paris zu sehen sein wird, ist ein Multifunktionsstringer in der neuen Touren-Skibindung Kingpin von Marker Völkl. Den Grundkörper bildet das Organoblech, das mit einem faserverstärktem Kunststoff umspritzt und mit mehreren Funktionselementen versehen ist. „Der Multifunktionsstringer ist ein perfektes Beispiel für die Vorteile der FiberForm Technologie, nämlich definierte mechanische Eigenschaften und Funktionsintegration in nur zwei Prozessschritten in einer Spritzgießmaschine zu erzeugen“, erklärt Stefan Schierl, Entwicklungsingenieur bei KraussMaffei. Auf kleiner, schmaler Fläche enthält der Multifunktionsstringer drei hoch belastete Funktionselemente, alle aus glasfaserverstärktem Polyamid. In Summe vereint die Bindung hohe Funktionalität und Sicherheit bei gleichzeitig geringem Gewicht.

KraussMaffei auf der JEC

Halle 7.2, Stand S 29

 
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