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KraussMaffei macht die Kleinste zum Primus

15.10.2014
- Neue CX überzeugt mit vielen Optimierungen hinsichtlich Energieeffizienz, Produktivität und Platzbedarf
- Neuer Angusspicker erweist sich als platzsparendste Lösung am Markt
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(Friedrichshafen/München, 15. Oktober 2014) KraussMaffei hat seine erfolgreiche Kleinmaschinenbaureihe CX im Schließkraftbereich von 350 bis 1.600 kN überarbeitet und dabei konsequent alle Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung genutzt. Kunden profitieren zukünftig von den geringen Aufwendungen für Energie, Platz, Zeit und Material und gewinnen damit wichtige Wettbewerbsvorteile.

Wirtschaftlich und flexibel

Von der Hydraulik über die Steuerungssoftware bis hin zur Automation wurden nahezu alle Bestandteile der bewährten CX-Maschinen im kleinen Schließkraftbereich einer Prüfung unterzogen und zahlreiche Verbesserungen definiert. "Die CX-Baureihe war bisher schon eine Erfolgslinie. Unser Ziel war es, diese noch konsequenter auf die Kundenbedürfnisse auszurichten. Kunststoffverarbeiter sollten die Möglichkeit erhalten, besonders wirtschaftlich und flexibel zu produzieren", erklärt Dr. Hans Ulrich Golz, President des Segments Spritzgießtechnik der KraussMaffei Gruppe.

Eine Vielzahl von Einzelinnovationen macht die neue CX in der Reihe der Kleinmaschinen bis 1.600 kN nun zum Klassenprimus. "Wir konnten tatsächlich alle Kundenanforderungen technisch umsetzen: 10 Prozent weniger Energie, 15 Prozent schneller, 30 Prozent leiser, 20 Prozent reduziertes Ölvolumen, 25 Prozent effizienter dank Automation und schnellerer Rüstzeiten ergeben einen 100-prozentigen Mehrwert für den Kunden.", so Dr. Golz. Als weitere Highlights speziell für Kleinmaschinen sind der neue Angusspicker, die Auswerferkupplung und das Antriebskonzept BluePower Vario Drive zu nennen. Ausgestattet ist die neue CX, wie alle Maschinen von KraussMaffei, mit der neuen adaptiven Prozessführung (APC), mit der Schwankungen im Spritzgießprozess sofort kompensiert werden können.

Platzvorteil: Zwei-Platten-Bauweise und neuer Angusspicker

Durch ihre Zwei-Platten-Bauweise belegt die CX an sich schon weniger Stellfläche als längere Drei-Platten-Modelle. Eine freitragende Schließeinheit bietet zudem unterhalb genug Raum für Temperiergeräte und Förderbänder. Die äußerst kompakte Fertigungszelle ist zum Beispiel auch optimal für die Anwendung im Reinraum geeignet.

Der neue Servo-Angusspicker der Automationssparte von KraussMaffei zeichnet sich ebenfalls durch seine sehr kompakte und stabile Bauweise aus. Durch den Teleskophub ist der Picker gerade für den Einsatz in niedrigen Hallen geeignet. Er bildet mit der Maschine eine Einheit und stellt damit die platzsparendste Lösung auf dem Markt dar. Der abgetrennte Anguss wird innerhalb der Standardmaschineneinhausung abgelegt, benötigt also keine seitliche Erweiterung in Form eines Schutzzauns. So können auf gleicher Stellfläche vier Maschinen statt drei installiert werden. Der Servomotor lässt den Angusspicker besonders schnell agieren und spart gegenüber verschleißanfälligen Pneumatikantrieben Wartungszeit und teure Druckluft. Die MC6 Steuerung und die optimierte Parkposition für den Werkzeugwechsel runden die Benutzerfreundlichkeit ab.

Schnelle Werkzeugwechsel

Eine von KraussMaffei neu entwickelte Auswerferkupplung erleichtert den Werkzeugwechsel und ist in der Lage, kleine Achsenversätze zwischen Werkzeug und Auswerfer auszugleichen. Ein optionales Bajonett-Schnellspannsystem ermöglicht besonders kurze Werkzeugrüstzeiten. Ergänzend dazu bietet KraussMaffei manuelle und bei häufigen Rüstvorgängen auch automatische Holmziehvorrichtungen für den Werkzeugwechsel an. „Damit bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen für einen schnellen Werkzeugwechsel. Gerade Auftragsfertiger müssen schnell reagieren und auf einfachste Art und Weise die Fertigung anpassen, um wirtschaftlich produzieren zu können", ergänzt Jochen Mitzler, Leiter des strategischen Produkt- und Technologiemanagements bei KraussMaffei.

Bereits der CX-Standard bietet mehr Raum für Werkzeuge, so auch die neue CX. Optional kann der Kunde zwischen verschiedenen Plattengrößen und -abständen wählen. Damit kann der Werkzeugeinbauraum noch mal um 40 Prozent vergrößert werden. Zusätzlicher Vorteil: Bei manchen Anwendungen kann die Maschine sogar kleiner dimensioniert werden als vorher. So werden Werkzeuge für Mehrkomponenten-Spritzgießtechnik durch ihre komplexe Bauweise oft zu groß für die Maschine, die hinsichtlich der Schließkraft ausreicht. „Durch die um 13 Prozent verbreiterten Platten können solche Anwendungen zum Beispiel auf einer CX 130 produziert werden, während der Wettbewerb 160-Tonnen-Maschinen benötigt. Der Effizienzvorteil von 20 Prozent liegt auf der Hand: reduzierter Maschinenstundensatz und geringere Betriebskosten", erklärt Mitzler.

Neue Zeitrechnung und beste Verbrauchswerte

Die neue CX schließt im Durchschnitt etwa 15 Prozent schneller. Erreicht wird dies durch ein optimiertes Zusammenspiel von neuer Ventiltechnik und hydraulischen Schaltungskonzepten. Durch die neue Klick-Funktion der Abdeckung zu den wichtigsten Hydraulikkomponenten wurde die Servicefreundlichkeit wesentlich verbessert. Außerdem ist die neue Abdeckung zusätzlich schallisoliert und verringert die Lärmemission um 30 Prozent. Dies schafft nicht nur angenehme Arbeitsbedingungen, sondern auch die Möglichkeit, Spritzgießfertigung und Montagearbeitsplätze eng miteinander zu verzahnen.

Die neue CX reduziert zudem den Verbrauch für Strom, Öl und Masterbatch. Das Antriebskonzept wurde energieoptimiert und benötigt durch ein intelligentes Speichermanagement mit abschaltbarem Akku zehn Prozent weniger Strom als bisher. Die Option BluePower Vario Drive, ein drehzahlvariabler Asynchronmotor, verbessert den Wirkungsgrad und reduziert die Leerlaufleistung. Je länger die Zykluszeiten, desto größer ist die Ersparnis von bis zu 30 Prozent gegenüber der klassischen Hydraulikvariante. Das Ölvolumen wurde um 20 Prozent reduziert.

Ideal auch für kleine Schussgewichte

Mit speziellen Adaptern für die Plastifiziereinheit der CX-Baureihe lässt sich die Maschine leicht auch an kleinere Schussgewichte anpassen. Das Adapterkonzept erlaubt eine Anpassung von bis zu zwei Spritzengrößen. Kunststoffverarbeiter profitieren von dieser neuen Flexibilität und können somit beispielsweise auf teure große Angüsse verzichten und Ressourcen sparen. Material spart auch die bewährte High-Performance-Schnecke. Ihre gute Homogenisierleistung sorgt dafür, dass beispielsweise der Farbmasterbatchanteil um bis zu 30 Prozent gesenkt werden kann, was sich bei Kilopreisen von bis zu 20 Euro leicht auf einige Tausend Euro im Jahr addiert.

 
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