Presse

Qualitätsbauteile – dimensionsstabil, funktional und leicht

16.10.2013
– KraussMaffei präsentiert weiterentwickelte Leichtbau-Verfahren für thermoplastische Composites
– Composite-Hohlkörper: großserientauglich und nachbearbeitungsfrei dank FiberForm-Prozess
– Waschmaschinenblende: Gewichtsersparnis von 35 Prozent dank CellForm-Prozess
– Messeauftritt auf der K unter dem Motto „Trendgineering“
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(München / Düsseldorf, 16. Oktober 2013) KraussMaffei gehört mit seinem umfangreichen Prozess-Know-how und breiten Maschinenportfolio zu den Technologieführern in der Leichtbautechnik und untermauert seine führende Marktposition mit einer Vielzahl an Innovationen. Auf der K 2013 in Düsseldorf (16. bis 23. Oktober, Halle 15, B 27 / C24 / C27 / D24) demonstriert das Unternehmen seine hohe Verfahrenskompetenz anhand ausgewählter Praxisbauteile, mit denen sich dimensionsstabile und funktionale Bauteile mit geringem Gewicht herstellen lassen. Zu sehen ist eine CX 300-1000 FiberForm, die einen Composite-Hohlkörper in einer Zykluszeit von nur 57 Sekunden produziert sowie die Weltneuheit AX 130-750 für CellForm, die mit neuem MuCell®-System eine Blende für eine Waschmaschine produziert, die 35 Prozent leichter als gängige Bauteile ist.

Perfekte Symbiose aus Spritzgießen und Thermoformen

„Die CX 300-1000 ist der beste Beweis dafür, dass sich mit der FiberForm-Technologie von KraussMaffei komplexe Strukturbauteile in einem vollautomatischen Produktionsverfahren mit bekannt kurzen Zykluszeiten effizient herstellen lassen“, erklärt Frank Peters, Vice President Sales der Marke KraussMaffei. Die Kombination aus Thermoformen eines oder mehrerer Halbzeuge (Organobleche, thermoplastische Tapes) mit dem Spritzgießen thermoplastischer Materialien eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten für Hersteller. Beispielhaft wird auf der 3000 kN-Maschine ein Organoblech aus einem glasfaserverstärkten Polyamid mit einem ebenfalls mit Glasfasern verstärkten PA 6 mit einem Schussgewicht von 139 g hinterspritzt. Clou des Verfahrens ist der neuartige, druckbeaufschlagte Inline-Fügeprozess, durch den ein Hohlkörper ausgebildet werden kann. In einer großserientauglichen Zykluszeit von nur 57 Sekunden entsteht so, dank der engen Zusammenarbeit mit Wirth Werkzeugbau, Lanxess Deutschland und Bond-Laminates ein komplexes Bauteil mit enormer Dimensionsstabilität und geringem Gewicht. Der servomotorische Antrieb der CX 300 erlaubt eine energieeffiziente Produktion.

Designfreiheit und Funktionsintegration

Dank der ausgereiften Heiztechnik, die für das homogene Durchwärmen der Composites in einem Umluftofen in Paternosterausführung sorgt, können Faserhalbzeuge mit unterschiedlichen Dicken und Faserorientierungen eingesetzt werden. Selbst bei einem sehr hohen Fasergehalt sind alle Fasern vollständig vom Matrixpolymer umschlossen. Vollintegrierte Infrarotstrahler sorgen für eine Aktivierung der Fügeoberfläche und damit für eine optimale Verbindung zwischen Organoblech und thermoplastischer Matrix. Nach der Vorwärmung übernimmt ein Multifunktionsgreifer das Einlegen und Umsetzen des Organoblechs im Werkzeug sowie die Entnahme des fertigen Bauteiles. Der Prozess ist so flexibel gestaltbar, dass sowohl ein partielles Hinterspritzen als auch das direkte Besäumen vollautomatisch und damit nachbearbeitungsfrei durchgeführt werden kann.

MuCell® spart Material und Energie

Für die Herstellung geschäumter Bauteile zeigt KraussMaffei auf der K 2013 eine vollelektrische AX 130-750 CellForm mit integriertem Linearroboter LRX 50, die mit einem neuen MuCell®-System ausgestattet ist. „Das von uns gezeigte MuCell®-System als Technologieerweiterung für die AX-Baureihe ist eine Weltneuheit. Es ist besonders einfach zu bedienen und dabei dank einer neuen Dosiereinheit sehr kompakt ausgeführt“, erläutert Peters. Produziert wird eine Blende aus einem ASA/PC-Copolymer für Weiße Ware, wie Waschmaschinen, mit einem Schussgewicht von 127 g und einer Zykluszeit von rund 37 Sekunden. Mit einem MuCell®-gerechten Bauteildesign konnten die Wanddicken und das Teilegewicht so angepasst werden, dass eine Materialersparnis von 35 Prozent bei gleicher Funktionalität erreicht wurde. Eine dynamische Werkzeugtemperierung sorgt für eine hochwertige Oberfläche. Durch den reduzierten Kavitätendruck kann auf Maschinen mit niedriger Schließkraft produziert werden. Die kürzere Zykluszeit senkt zusätzlich die Produktionskosten.

Für einen geringen Energieverbrauch sorgt die vollelektrische Spritzgießmaschine aus der AX-Serie, die sich mit ihrer hohen Präzision und Schussgewichtskonstanz für das CellForm-Verfahren besonders eignet. Die Maschine ist mit einem innovativen Sicherheitssystem ausgestattet, das eine bedienerfreundliche und sichere Handhabung der Maschine gewährleistet. Die Besonderheit besteht darin, die bei Schäumverfahren nötigen aktiven Funktionen wie Staudruck auch bei geöffneten Schutztüren mit elektromotorischen Antrieben nach aktuellen Sicherheitsnormen aufrecht zu erhalten. Alle Parameter des MuCell®-Prozesses sind in der MC6-Steuerung visualisiert und einfach und intuitiv einstellbar. Diese innovative Anwendung konnte dank der guten Zusammenarbeit mit den Partnern Krallmann Werkzeugbau, Styrolution, gwk und Trexel realisiert werden.

 
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