Presse

Nachfrage nach Hochdruck–RTM–Verfahren als großserientaugliche Technologie zur Herstellung von Faserverbundbauteilen steigt

12.04.2011
Zuverlässige Partner sind wichtig für die Umsetzung neuer Technologien

Der Einsatz des Hochdruck-Resin Transfer Molding-Verfahrens (HD-RTM) gewinnt bei der Großserienfertigung in Hochtechnologiebranchen rasant an Bedeutung. Der Nutzen für den Anwender steigt dabei um ein Vielfaches, wenn er auf ein verlässliches Partnernetzwerk zurückgreifen kann. Dies ist das zentrale Ergebnis der Veranstaltung „Industrielle Prozesskette Hochdruck– RTM" des Cluster Neue Werkstoffe und welches auf der JEC Composite Show in Paris Ende März Bestätigung fand.JEC Composite Show bestätigt steigende Nachfrage nach HD-RTM-Verfahren

Das HD-RTM- Verfahren eignet sich für die automatisierte und wirtschaftliche Herstellung von leichten, aber hochfesten Kohlefaserverbundbauteilen (CFK) mit erstklassigen Oberflächen. Die Möglichkeit solche Bauteile durch eine Hochdruckverarbeitung von hochreaktiven Harzen und somit innerhalb kurzer Zykluszeiten zu realisieren, erfüllt insbesondere die Anforderungen der Automobilindustrie. „Dies hat auch die JEC Composite Show in Paris bestätigt, wo wir so viele konkrete Projektanfragen wie noch nie erhalten haben", betont Erich Fries, Produktmanager HD-RTM von KraussMaffei. Wesentliche Grundlage für eine effiziente Umsetzung sind hierbei zuverlässige Partnerschaften. So bietet KraussMaffei im Rahmen seiner Kooperation mit der Dieffenbacher GmbH Komplettanlagen, die von der Abwicklung der Kohlefaser bis zum einbaubereit nachbearbeiteten Teil den gesamten Herstellungsprozess bedienen. Dieffenbacher liefert die Anlagentechnik zur automatisierten Herstellung der trockenen Kohlefaser- Preformteile, die Umformpresse mit Beschick- und Entnahmeroboter, Werkzeugreinigung und die Liniensteuerung, KraussMaffei das Werkzeug, die Materialdosierung samt Mischkopf sowie die Nachbearbeitungszellen. „Die enge Kooperation zwischen KraussMaffei und Dieffenbacher und die Vernetzung mit weiteren Partner wie Anwendern, Faserherstellern, Harzlieferanten und Herstellern von Zerspanungssystemen sowie Forschungs- und Entwicklungsinstituten, erweist sich als äußerst zielführend für alle Beteiligten", betont Matthias Graf, Technischer Leiter der Business Unit Forming bei der Dieffenbacher GmbH, „Im Netzwerk wird das gegenseitige Verständnis im Hinblick auf Ziele, technische Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit geschärft wird und somit die Voraussetzungen geschaffen mit kurzen Entwicklungszeiten ein ausgereiftes Produkt auf den Markt gebracht zu bringen. In der gesamten Prozesskette muss auf jedes einzelne Glied Verlass sein".

Effektive Netzwerkarbeit

Ein wichtiger Baustein für das erfolgreiche Umsetzen neuer Technologien, ist eine effektive Netzwerkarbeit. So ist KraussMaffei seit 2009 Cluster-Partner des bayerischen Clusters Neue Werkstoffe. Zweck der Partnerschaft ist es Anforderungen von Anwendern zu erfahren, Kontaktaufbau und –pflege zu betreiben und Technologien öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Im Vorfeld der JEC 2011 haben Experten die neusten Erkenntnisse in der HD – RTM im Rahmen des Cluster-Treffs „Industrielle Prozesskette Hockdruck – RTM" einem hochkarätigem Fachpublikum von mehr als 100 Teilnehmern präsentiert. Die hervorragende Resonanz von Firmen wie BMW, AUDI, Daimler und MAN gaben einen Vorgeschmack auf die Messe und zeigen wie aktuell Technologien zur Verkürzung der Zykluszeiten bei Faserverbundbauteilen sind. „Insider-Informationen über die Prozesskette zu bekommen, dass ist es was die Fachleute brauchen", so Marcus Rauch, Manager des Clusters Neue Werkstoffe der Bayern Innovativ GmbH, „Dies bildet die Basis für weitere Entwicklungen und Kooperationen. Vor diesem Hintergrund ist die Zusammenarbeit mit unserem Cluster-Partner KraussMaffei ein voller Erfolg",

Neueste Erkenntnisse von hochrangigen Experten

Prof. Dr. Frank Henning vom Fraunhofer Institut für chemische Technologien präsentierte neuste Forschungsergebnisse, die im Bereich des RTM- Verfahrens und der Hochdruckverarbeitung hochreaktiver Harze mit kurzen Zykluszeiten vorliegen. Über die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Preformerzeugung aus Kohlefasern informierte Prof. Dr. Klaus Drechsler, Leiter des Lehrstuhls für Carbon Composites der Technischen Universität München. Industrielle Experten der Firmen KraussMaffei Technologies, Dieffenbacher, Huntsmann Advanced Materials, Zoltek und Hufschmied Zerspannungsysteme stellten Innovationen für die HD-RTM Prozesskette vor und standen Rede und Antwort.