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Schlanke Transportkisten für Südafrika

18.04.2016
– MCG Industries investiert in drei MX Großmaschinen von KraussMaffei
– Kombination aus 2-Kavitäten-Werkzeug und passgenauer Spritzgießmaschine sorgt für weniger Energieverbrauch und kürzere Zykluszeiten
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(München, 18. April 2016) MCG Industries ist ein südafrikanischer Premiumanbieter von Transportverpackungen aus Kunststoff und bedient damit vor allem die Getränke-, Brauerei- und Molkereiindustrie. Mit der Investition in drei Großmaschinen MX 1000-17200 von KraussMaffei senkt MCG die Zykluszeiten und den Energieverbrauch deutlich und verschafft sich damit einen Wettbewerbsvorteil.

Hoch entwickeltes 2-Kavitäten-Werkzeug

Auch in Südafrika stehen die Hersteller von Transportverpackungen zunehmend unter Kostendruck. Auslöser dafür sind vor allem kontinuierlich steigende Rohstoffpreise und Fixkosten wie Lohn- und Energiekosten. Entsprechend hoch waren die Anforderungen an die neue Spritzgießmaschine und Werkzeugtechnologie für den Standort Johannesburg. MCG entschied sich für den Einsatz eines neuen, hoch entwickelten 2-Kavitäten-Werkzeugs und wählte die passende Spritzgießmaschine dazu. Partner bei diesem Projekt waren der Werkzeugbauer Schoeller Allibert sowie KraussMaffei als Lieferant der passenden Spritzgießtechnologie. Das Ziel: mehr Output zu geringeren Kosten ohne Abstriche bei Qualität, Langlebigkeit und Benutzerfreundlichkeit.

Der erste Meilenstein

Zuerst stand die Spritzgießform im Fokus. „Wir wollten das beste und produktivste Werkzeug, das es für solche Anwendungen gibt“, lautete die Leitlinie. Hier kam Schoeller Allibert ins Spiel, weltweit bekannt für die Entwicklung innovativer Mehrwegverpackungen. Angeboten wurde ein Werkzeug mit zwei Kavitäten – ein ähnliches befand sich bereits im Einsatz für Transportkisten für Bier- und Brauereiprodukte. Mit dem erstmaligen Einsatz bei der Herstellung von Milchkisten sollte der Marktanteil von MCG in diesem Segment nun deutlich ausgebaut werden.

Diese Kombination der Werkzeugform war der erste Meilenstein für MCG. Auf Grund der hohen Anforderungen war eine spezielle, über die üblichen Spezifikationen hinausgehende Spritzgießmaschine gefordert. KraussMaffei überzeugte mit einer Großmaschine vom Typ MX 1000-17200. Diese Spritzgießmaschine bietet in Hinblick auf das 2-Kavitäten-Werkzeug eine optimale Nutzung der Plattenabmessungen und Schließkräfte zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium war der Vor-Ort-Service und das Schulungskonzept für alle Beteiligten vom Bediener bis zum Projektmanager.

Die zielgenaue Lösung

Ausgewählte technische Komponenten unterstützten die Anforderungen von MCG hinsichtlich kurzer Zykluszeiten und niedrigen Energieverbrauchs. „So sorgt die in der MX-Maschine verbaute HPS-Barriereschnecke für besonders hohe Durchsätze bei hervorragender Schmelzqualität und erlaubt damit kürzere Zykluszeiten sowie einen 20 Prozent geringeren Energieverbrauch.“, so Klaus Zeiler, Leiter der Business Unit Logistics/Packaging bei KraussMaffei. Weiteres Potenzial zur Energieeinsparung bietet die Isoliermanschette  um die Spritzeinheit. Mit ihr verkürzt sich die Aufheizzeit um 20 bis 30 Prozent. Die gesamte benötigte Heizenergie sinkt um 20 bis 40 Prozent. „Schoeller Allibert, KraussMaffei und ihre südafrikanische Vertretung P&CT haben eine für unsere Anforderungen zielgenaue Lösung entwickelt. Ihr effektives Teamwork hat uns nachdrücklich überzeugt“, so Ian Victor, Managing Director bei MCG. So erlaubt die Kombination aus passgenau konfigurierter Maschine mit einem Hightech-Werkzeug die gleichzeitige Umsetzung unterschiedlichster Aufgabenstellungen wie kurzer Kühlzeiten ohne Verzug und ohne Einfallstellen, und all das simultan auf zwei Kavitäten.

„Dafür waren eine sehr homogene Schmelze und eine sehr niedrige Einspritzzeit erforderlich. Dazu hat die Maschine von KraussMaffei einen erheblichen Beitrag geleistet“, bescheinigt Stefan Scheuerer, Director Sales Africa von Schoeller Allibert, seinem Projektpartner. Der Erfolg war messbar. MCG hatte eine Zykluszeit von 30 Sekunden vorgegeben, bei der Größe des Produkts (424 x 334 x 310 Millimeter) eine ziemliche Herausforderung. Bei der Abnahme der Maschine konnte KraussMaffei einen stabilen Prozess mit einer Zykluszeit von 28 Sekunden fahren. Und die Investition hat sich bereits bewährt: Drei baugleiche Anlagen dieser Art produzieren nunmehr erfolgreich am Standort Johannesburg von MCG.

 
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