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Fasern gut gebettet

06.09.2012
Führende Kompetenz über reaktive und thermoplastische Composites bei KraussMaffei
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(München, 06. September 2012) Innovative Leichtbauteile stellt KraussMaffei in den Mittelpunkt seines Messeauftritts auf der Composites Europe in Düsseldorf  (Halle 8b, Stand D47) und präsentiert sein Verfahrensübergreifendes Know-how an Maschinen- und Prozesstechnik. Das Unternehmen bietet Kunden kompetente Betreuung aus einer Hand über die gesamte Projektphase, von der Bauteilentwicklung, der Vorserie, über die Bauteilprüfung bis hin zur Serienfertigung und Nachbearbeitung.

RTM-Verfahren weiter auf Erfolgskurs

In vielen Anwendungen hat sich das HD-RTM-Verfahren zur Herstellung von Composites mit Karbonfaser bereits in der Vorserienfertigung bewährt und hält nun Einzug in die Großserie. "Mit unserem Know-how und unserer hochwertigen Maschinentechnik setzen wir neue Maßstäbe im Automobilmarkt", erläutert Erich Fries, Leiter der Business-Unit Composites / Surfaces in der KraussMaffei seine Kompetenz über alle Leichtbautechnologien über die gesamte Prozesskette und Materialsysteme gebündelt hat., "Unsere Anlagen stehen mittlerweile bei zahlreichen namhaften Produzenten der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie und wir werden sehr frühzeitig in die neuen Entwicklungen eingebunden, da wir in jedem Schritt der Prozesskette zur Lösung beitragen können". Der Einsatz des HD-RTM Verfahren gewinnt bei der Großserienfertigung in Hochtechnologiebranchen weiter an Bedeutung. Dabei ist die Entwicklung der Verfahren noch lange nicht abgeschlossen. Die sehr komplexen Anforderungen aus geforderten Stückzahlen, automatisierten Prozessen, günstigen Materialkosten und möglichst großer Gewichtseinsparung am Bauteil führen zu vielen Varianten. Für das Harzinjektionsverfahren HD-RTM stehen seit kurzem die Verfahrensvarianten Compression-RTM und Wetmolding zur Verfügung, die jeweils spezifische Vorteile bieten. So können beim Wetmolding beispielsweise auch Karbonfasern als Schnittware (Verschnitt bei der Preformherstellung) recycelt werden. Wesentliche Grundlage für eine effiziente Umsetzung sind hierbei zuverlässige Partnerschaften. So bietet KraussMaffei im Rahmen seiner Kooperation mit der Dieffenbacher GmbH Komplettanlagen, die von der Abwicklung der Kohlefaser bis zum einbaubereit nachbearbeiteten Teil den gesamten Herstellungsprozess bedienen.

Jüngster Verkaufserfolg im Land der aufgehenden Sonne

Einen besonders interessanten Auftrag erhielt KraussMaffei kürzlich von einem asiatischen OEM über eine komplette HD-RTM-Fertigungszelle zur Herstellung kohlefaserverstärkter Composites. KraussMaffei liefert die Dosiertechnik inklusive Mischkopf, die Werkzeugtechnik und die Beschnittlösungen für das Fertigteil. Komponenten für das Faser-Preforming und die Presstechnik kommen vom Kooperationspartner Dieffenbacher. Dies zeigt, dass RTM ein globaler Trend wird und sich nicht nur auf den europäischen Markt beschränkt.

Anwendungsfall bestimmt Materialmix

Bei Composites denken viele Leute auch heute noch an karbonfaserverstärkte Bauteile in einer Epoxidharzmatrix, die klassischen CFK-Bauteile. Für KraussMaffei ist dieses Feld jedoch sehr viel breiter. "Bei reaktiven Werkstoffen sehen wir auch Polyurethan (PUR) und Guss-Polyamide als alternative Matrixwerkstoffe, bei thermoplastischen Werkstoffen haben sich Polyamid (PA) und Polypropylen (PP) bewährt" so Fries, "In diesem dynamischen Entwicklungsumfeld lässt sich noch kein eindeutiger Trend erkennen, sicher aber ist: Die Entwicklungen sind noch nicht abgeschlossen". Als Verstärkung kommen, je nach Anforderung an mechanische Festigkeit oder Bauteilpreis, alle mehr oder weniger gängigen Fasertypen und -arten in Frage.

Thermoplastische Faserverbunde verändern Autos grundlegend

Um systematisch das Wissen über die Composites aufzubauen werden heute Zug um Zug faserverstärkte Bauteile in Serienfahrzeuge integriert. Thermoplaste punkten mit ihren kurzen Zykluszeiten, der Schweißbarkeit und der möglichen Funktionsintegration, bei der gleich mehrere Zusatzfunktionen in das Bauteil eingebracht werden. Neben immer besseren Thermoplasten als Matrixwerkstoffe tun sich neue Produktionsmethoden und sogar Konstruktionsprinzipien auf. „ Der Wandel, der sich in der Automobilindustrie - aber auch im Flugzeugbau vollzieht ist spannend wie ein Krimi", betont Martin Würtele, Leiter Technologieentwicklung bei KraussMaffei, „Der Übergang von Stahl- und Aluminiumblechen auf faserverstärkte Thermoplaste ist viel mehr als ein Werkstoffwechsel. Die Konstrukteure müssen die Chancen suchen, wie sie mithilfe von Hochleistungsverbunden durch werkstoffgerechte Konstruktion funktionelle Verbesserungen erzielen können."

Am Beispiel eines tragenden thermoplastischen CFK-Teil – gefertigt aus einem Organoblech – werden im Spritzgießverfahren noch Verrippungen und zugleich weitere Integrations- und Funktionselemente angebracht. Einen Überblick über faserverstärkte Hochleistungsverbunde bietet KraussMaffei auch auf der ITHEC 2012 am 29./30. Oktober 2012 in Bremen.

 
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